Archiv der Kategorie: Lebewesen

Ritual Illusion

Definitions, wether of self or the other, are always dialectical. Ritual attempts to fix them, but life – the real, the natural – belies ritual. And so rituals must be reproduced in life and words. It is perhaps our longing for the fixed, the real collapsed into the symbolic, nature collapsed into ritual, that has led us in the west to see such rites as rites of passage, rites of smooth and continuous transition from one state to another, rather than as violent rites of disjunction that are in essence, and perhaps in function, purposefully disjunctive.

[…]

We should respect in the Other the same mystery we expect others to respect in ourselves. This too is a social fact.

Vincent Crapanzano, Tuhami

Menschen ganz allgemein

Ein möglichst allgemeine Charakterisierung von Menschen, an der ich aus mir nicht ganz klaren Gründen schon eine Weile herumschreibe.

Menschen teilen die Zwänge ihrer Existenz, ihre Unterschiede sind im Vergleich dazu gering – an allen Plätzen und zu allen Zeiten. Etwas bedeuten wollen und Wissen vom Tod sind große Gemeinsamkeiten.

Menschen werden gemacht und sind geboren in verblendeten gesellschaftlichen Zusammenhängen, deren Geschichten zugunsten der jeweils bestehenden Machtverhältnisse verzerrt sind. Besessen von  fetischistischen Vorstellungen rund um Sprache, Verwandtschaft, Götter, Geld und so weiter.

Menschen kennen sich selbst nur von innen und die anderen nur von außen. Spekulieren darüber, wie sie selbst von außen und wie die anderen von innen sind. Alle sind immer schon positioniert und bewerten ihrer Geschichte entsprechend.

Gefühle sind wohl älter als Gedanken. Sie sind Wertungen, die ohne Nachdenken auskommen. Erfahrungen, die mit schlechten Gefühlen verbunden sind, bleiben eher in Erinnerung als andere.

Erst war äußere Sprache zwischen den Menschen, die dann zum inneren Dialog wurde und unsere Sorte Bewusstsein erzeugt. Der innere Dialog ist daher ganz sozial und ein bisschen wie das Atmen –  kann gesteuert werden, findet aber meistens einfach so statt.

Wir können unsere Verhältnisse nicht klar erkennen, aber falsche Vorstellungen schon.